Ausstellung der Sammlung Haupt im Mannheimer Kunstverein während der Eröffnung am 11. Juni 2017,

Rede: Dr. Stefan Haupt. Im Hintergrund ist das Motiv "Bahamas Queen" im Format 150x100cm | Echtfotoabzug auf Aludibond / Acryl zu sehen. Foto: © Ralph Orlowski

Neu in der Sammlung Haupt: BAHAMAS »QUEEN« von Pete Jones

8 May 2017

 

Der unlängst in den Bestand aufgenommene Fine Art Print auf hochwertigem Hahnemühle-Spezialpapier spiegelt eines der zentralen Motive in Jones Schaffen und greift zugleich eine Währung auf, die schon unter numismatischen Aspekten eine Besonderheit darstellt: auf gleich vier Banknoten der Währung der Bahamas, dem Bahama-Dollar, ist die britische Königin Elizabeth II. präsent.

Seit 1952 ist die britische Königin Elizabeth II formal das Staatsoberhaupt der ehemaligen Kronkolonie und seit 1973 souveränen Staates der Bahamas.

(Auszug aus der Sammlung Haupt)


WISSENSWERTES ÜBER DIE SAMMLUNG HAUPT

 

"Die Geldkunst-Sammlung des Berliner Urheberrechtsanwalts Dr. Stefan Haupt umfasst über 270 Arbeiten unterschiedlicher Techniken und inhaltlicher Ansätze. Allen Werken ist der Aspekt der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Geld gemeinsam - und damit liefert die thematische Sammlung vielfältige Einsichten in die Art und Weise, wie Künstler mit Geld umgehen, über Geld und Währungsphänomene reflektieren. (...)

 

Jeder Mensch misst Geld eine andere Bedeutung zu. Die Kunstwerke der Sammlung Haupt thematisieren diese unterschiedliche individuelle und gesellschaftliche Bewertung des Geldes, wie auch der Sammlungstitel "Dreißig Silberlinge" verdeutlicht. Judas hat Jesus für 30 Silberlinge verraten. Welche Summe ist heute nötig, damit jemand unmoralisch handelt oder seinen Nächsten ins Unglück stürzt?

Geld bestimmt das Leben und Handeln und bildet die Existenzgrundlage der westlichen kapitalistischen Welt. Die Arbeiten der Sammlung Haupt üben Kritik am kapitalistischen Finanzsystem oder am Kunstmarkt. Sie weisen auf soziale Missstände von Gesellschaften hin und beschäftigen sich mit politischen und historischen Ereignissen wie der Deutschen Wiedervereinigung, Währungsunionen oder Wirtschaftskrisen. Kulturelle Unterschiede oder ästhetische Errungenschaften sowie auch die Rolle des Individuums in einer Gesellschaft hinterfragen die Künstler in den Arbeiten der Sammlung Haupt. (...)

 

Über den Sammler

Als Anwalt für Urheber-, Medien- und Verlagsrecht waren Stefan Haupts Begegnungen mit Künstlern und Galeristen anfangs auf den rechtlichen Bereich beschränkt. Bald wollte Haupt wissen, welche Kunst sich hinter den juristischen Anliegen verbirgt. Der Aufbau der Sammlung begann schließlich mit dem Ankauf der Arbeit "Money for Art" (1997) des in New York lebenden, taiwanesischen Künstlers Lee Mingwei. Das Werk, bestehend aus fünf Fotografien und einer Origami-Skulptur, ist die Dokumentation einer Aktion, bei der der Künstler gefaltete 10-Dollar-Scheine an insgesamt neun Personen übergeben und deren individuellen Gebrauch in Abständen von sechs und zwölf Monaten dokumentiert hat. Diese Arbeit zum Umgang mit dem Kunst- bzw. Geldwert der Origami-Skulptur faszinierte den Sammler - der thematische Schwerpunkt der Sammlung war gefunden und der Grundstein gelegt."

 

(Auszüge aus DER SAMMLUNG HAUPT | http://www.sammlung-haupt.de/collection/)